Manche Gedanken brauchen mehr Raum als eine Folge, ein Gespräch oder einen Post.
Bücher sind für mich keine verlängerten Marketingtexte. Sie sind eigene Arbeitsräume. Ein Gedanke darf darin langsamer werden, sich widersprechen, eine Schleife drehen und manchmal erst viele Seiten später zeigen, worum es eigentlich ging.
Genau deshalb entstehen hier keine Methodenhandbücher. Eher Bücher über die Stellen, an denen persönliche Entwicklung im echten Leben komplizierter, menschlicher und meistens interessanter wird.
Es fehlt nicht noch ein Tool
Warum Veränderung beginnt, wenn inneres Erleben und äußeres Leben wieder zusammenfinden
Viele Menschen wissen ziemlich genau, was ihnen guttun würde. Mehr Schlaf. Eine Grenze. Weniger Tempo. Ein anderes Gespräch. Vielleicht sogar eine größere Veränderung. Und trotzdem entsteht zwischen diesem Wissen und dem eigenen Leben manchmal eine erstaunlich hartnäckige Lücke.
Dieses Buch beginnt genau dort. Nicht bei der nächsten Technik, sondern bei der Frage, warum uns etwas, das wir längst verstanden haben, in bestimmten Zuständen, Beziehungen oder Lebensbedingungen plötzlich nicht mehr zur Verfügung steht.
Dabei geht es um Körper und Aktivierung, um alte Schutzbewegungen, um Verantwortung und Grenzen, um Beziehungen, Gewohnheiten und äußere Bedingungen – und immer wieder um die Frage, wie inneres Erleben und äußeres Leben wieder etwas mehr zusammenfinden können.
Ich weiß gerade nicht, was ich fühle
Von Tagen, an denen alles gleichzeitig da ist
Manchmal ist die Frage „Wie geht es dir?“ erstaunlich schwer zu beantworten. Nicht unbedingt, weil nichts da ist. Vielleicht gerade deshalb, weil zu viel gleichzeitig da ist und ein einziges Wort dafür zu klein wäre.
Dieses Buch nimmt einen persönlichen Tag zum Ausgangspunkt und folgt der Frage, was geschieht, wenn Freude, Trauer, Abschied, Alltag und Erinnerung nebeneinanderstehen dürfen, ohne sofort zu einer eindeutigen Geschichte gemacht zu werden.
Es geht um Sprache, Gefühle und Selbstwahrnehmung – und um die Möglichkeit, genauer hinzusehen, bevor wir versuchen, das Erleben aufzulösen oder passend zu machen.
Schreiben ist für mich selbst ein Teil der Arbeit.
Beim Schreiben lässt sich etwas verlangsamen, das im Alltag oft zu schnell passiert. Eine Reaktion, ein Gedanke, eine Beziehung, manchmal auch eine ganze Lebensphase. Und während man versucht, sie in Sprache zu bringen, wird oft erst sichtbar, was vorher nur diffus spürbar war.
Deshalb sollen die Bücher nicht bloß erklären, was ich ohnehin schon in Coachings oder Seminaren sage. Sie dürfen eigenständig denken. Persönlicher werden. Unfertige Stellen stehenlassen. Und vielleicht genau dadurch einen anderen Zugang schaffen.
Gedanken, die nicht bis zur nächsten Veröffentlichung warten müssen.
Im Gedankenbrief schreibe ich regelmäßig über Fragen, Beobachtungen und Entwicklungen, die oft in derselben Gedankenwelt liegen, aber nicht einfach Buchauszüge sind.
